Herzlich Willkommen in der Heimat…
… nach einer abenteurlichen Tour auf den Aconcagua freuen wir uns, Dirk P. wieder gesund in der Heimat begrüßen zu dürfen! Hier ein erstes kurzes Feedback, welches uns in Form einer eMail erreichte.
 Hi, Enrico und alle vom Team!
Jetzt endlich mal für euch ein kurzer Abriss meiner Tour und anhänglich
viele liebe Grüße an alle, die mich so toll, toll, toll unterstützt haben.
In einer Zeit, da 99,9% der Menschen nur noch an sich denken, war es für
mich die Entdeckung eines kleinen Juwels, mit euch allen in Kontakt zu
kommen.
So, kurz zu meinem Trip. Ich weiß jetzt gar nicht so genau, was ich schon
erzählt hab, daher mach ich einfach alles noch mal.
Ich wollte ja ursprünglich die so genannte falsche Polenroute klettern, die
noch schöner sein soll, was ich, als ich dann unterwegs war kaum glauben
konnte…
Dies musste ich begraben, da mich Iberia und Airfrance richtiggehend
verscheißert haben. Nur soviel: ich bin sage und schreibe vier Tage später
erst dort angekommen, wo ich eigentlich hinwollte - am Berg!
Na, jedenfalls war es ein furchtbar schwerer und anstrengender Ritt dort
hoch, den ich dann abgebrochen habe, nicht zuletzt wegen des Versprechens,
welches ich meiner Familie, vor allem meiner kleinen Tochter gegeben habe.
Wie Recht ich damit getan hab, zeigt leider dieses “Horrorvideo” bei Y-Tube,
das ihr gleich als erstes dort unter “Aconcagua” findet. Dort ist zu sehen,
wie buchstäblich jemand - man kann es nicht anders formulieren - verreckt.
Als ich das in den Nachrichten gesehen habe, musste ich ehrlich gesagt
weinen, weil ich die Truppe noch kennen gelernt habe. Das war eine
italienische Gruppe, die ich aus dem Bus auf dem Weg zum Nationalpark habe
aussteigen sehen an der Stelle, wo ich eigentlich auch raus wollte, um die
besagte Polenroute zu gehen. Diese trifft weiter oben am Berg auf die
“Normalroute”. Genau an der Stelle, wo sich das Drama dort abspielt bin ich
lang und habe meinen Gipfelgang aufgrund des üblen Sturms abgebrochen und
bin zurück. Es war ohnehin schon verrückt genug, da ich mutterselenallein
bis 6700m etwa aufgestiegen bin. Genaueres dazu erzähl ich dir noch. Die
Italiener auf jeden Fall sind zwei Tage vor mir über die besagte Polenroute
hoch, wo sie von einem üblen Sturm überrascht wurden und die Nacht bei mehr
als -30° im Freien verbringen mussten. Eine Frau starb und jener Mann, der
argentinische Bergführer der Gruppe, der auf dem - entschuldige den Ausdruck
- Scheiß Video - zu sehen ist, wie er stirbt.
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